Eine Inhaltsangabe ist eine ganz grundlegende Aufsatzform. Sie ist informierend. In der Regel lernen wir diese in der Klasse 7 und 8. Später dann verwenden wir sie innerhalb der komplexeren Aufsatzformate. Möchte ich beispielsweise eine Kurzgeschichte analysieren und interpretieren, so muss ich zuerst den Inhalt erfassen – meist durch die Zusammenfassung von Sinnabschnitten – und dann eine Inhaltsangabe erstellen, die den Leser der Analyse über die Erzählung informiert.

Wesentliche Merkmale einer Inhaltsangabe sind:

  • die Beantwortung der W-Fragen: Wer macht wo, wann, was, warum und wie?,
  • die Aussparung von Details,
  • die chronologische Reihenfolge (alle Inhalte werden in ihrer Abfolge zeitlich geordnet angegeben),
  • der Tempus (Zeitform) Präsens (Gegenwart),
  • der Verzicht auf direkte Rede mittels indirekter Redewiedergabe im Konjunktiv I oder II,
  • der Verzicht auf eine Interpretation sowie
  • ein sachlicher Ausdruck (z. B. durch den Verzicht auf spannungsfördernde Adjektive).

Das Schlimmste, was dir passieren kann , ist das Schreiben einer Nacherzählung. Denn diese hat die entgegengesetzten Merkmale zur Inhaltsangabe. Die Inhaltsangabe darf sachlich und vielleicht dadurch auch etwas langweilig wirken. Sie hat eben die Funktion, schlichtweg über Inhalte zu informieren.

Bei Sachtexten nennt man diese informierende Aufsatzform übrigens Inhaltszusammenfassung.

Selbstlernmaterial zur Inhaltszusammenfassung gibt es hier für dich. Bearbeite dieses in der vorgegebenen Reihenfolge!

Eine fertige Klassenarbeit mit Erwartungshorizont findest du hier:

https://lehrermarktplatz.de/material/17221/klassenarbeit-klasse-7-8-inhaltsangabe-zu-einer-kurzgeschichte-aufgabe-text-bewertungsbogen